Arbeitgeber sein ist ganz schön schwer…
Arbeitgeber werden ist nicht schwer - Arbeitgeber sein dagegen sehr…. naja, so oder so ähnlich denk ich mir das im Moment häufiger.
Also von den “normalen” Probs mit den Arbeitsnehmern (irgendwie sind die doch immer in Urlaub, sind krank oder so….) mal abgesehen - das wusste ich ja vorher.
Irgendwie stört mich die ganze Bürokratie … jetzt hab ich “nur” 400-Euro-Kräfte… die ich ja erstmal “nur” bei der Mini-Job-Zentrale monatlich (alle zusammen) melden muss…
Hatte mir das letztes Jahr schon überlegt - wie können die dann die Zahlen den einzelnen Kräften zuteilen?
Die Antwort kam vor ein paar Wochen: eine Mahnung, ich hätte vergessen diese Zahlen abzugeben… oki, das ging noch…. nach zwei Telefonaten mit den netten Menschen, wußte ich was ich wohin schreiben musste. (Kann doch echt nicht angehen, kann man da nicht ein einfaches Formular entwickeln - nö, kompliziert muss es sein).
Als jetzt die erste Bürokraft kündigte, brauchten wir eine Abmeldebescheinigung - und in dieser Bescheinigung stand “plötzlich” was von zuständiger Unfallversicherung. Ähm - was? Scheibe, das hatte mir keiner gesagt … hab dann lange auf der Seite von der Minijobzentrale gesucht…. das wir die brauchen (und was die kostet) fand ich dort nicht.
Ok, einen weiteren Anruf …. und noch einen….. dann wusste ich zumindest welche der (gefühlten) tausend Unfallversicherungen für uns zuständig war…
Recht schnell kam auch ein Formular, das war diesmal recht einfach auszufüllen - allerdings kam kurz darauf die Rechnung… und die fand ich gar nicht mehr lustig.
Für die paar Stunden, die die Damen bei uns arbeiten, wäre ein Beitrag von ca. 10 Euro im Jahr fällig - allerdings liegt der unterhalb des Mindestbeitrags (von knapp 100 Euronen) …. wie geht denn das?
Ich stell meine Rechnungen absofort auch so: Mindestrechnungssumme nicht erreicht - mal schauen, ob das jemand zahlt.
*grrrr*
Achja, als ich den Schock verdaut hatte, kam die erste Arbeitnehmerin, sie möchte absofort freiwillig in die Rentenkasse einzahlen…. also begebe ich mich wieder auf die Suche nach dem wie und wo.
Eigentlich hatte ich die Damen doch angestellt, damit ich WENIGER Arbeit habe…. aber im Moment kommts mir vor, als hätte ich um einiges mehr zu tun.
So - das musste mal gesagt werden.
Martin Schulze Said,
26. November, 2009 @ 08:47
Das sind genau die Hemmnisse, welche dem Standort Deutschland wirkliche Schwierigkeiten bereiten, also nicht nur Steuern…
Ok, es gibt Dienstleister (Steuerberater), die in diesem Feld Profis sind. Und viele neue Arbeitgeber sind gut beraten, dieses Geld nicht zu sparen. Allerdings: ein Steuerberater ist nicht gerade scharf auf ein neues Mandat mit 1 oder 2 Lohnabrechnungen.
biggi_010 Said,
1. Dezember, 2009 @ 11:14
Hallo Martin,
ja - ich habe einen Steuerberater…. aber wenn ich den für jedes Fizzelchen bezahlen will, bin ich bald bankrott …
Die Lohnabrechnungen ansich sind ja (bei 400-Euro-Kräften) echt kein Problem… schön wäre halt mal eine Liste aller Stolpersteine ….und vorallem, wie man diese umschifft.
Biggi
SEO Monster Said,
15. Januar, 2010 @ 14:22
Ich lasse den ganzen Bürokrieg von einem Steuerberater führen und bin bis jetzt sehr gut damit gefahren. Ich hatte von Anfang an keine Lust auf solche Geschichten.