Selbständig und krank

Gerade habe ich es wieder am eigenen Leibe gespürt: als Selbständige sollte man nicht krank sein. Gut, als Seo hat man da noch einige Vorteile. Möchte mir gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn ich einen Laden oder so etwas in der Richtung hätte.

Ich habe mich wirklich über 2 Wochen ins Büro geschleppt - mit Husten, Fieber und was halt sonst noch dazu gehört. Richtig Lust und Musse hatte ich natürlich nicht für die Arbeit. Aber da ich ja auch Angestellte habe und mit guten Beispiel vorausgehen wollte…. naja, das Ende vom Lied: ich lag die letzten 5 Tage flach.

Irgendwann erwischt sie dich dann halt richtig.

Was hätte nun jemand mit einem Laden gemacht? Zugeschlossen? Aushilfe organisiert? (wie das so schnell gehen soll, weiss ich nicht)….

Auch wenns mir so richtig mies ging - Schüttelfrost, Übelkeit, Kopfschmerzen und Co. lassen grüssen - bei dem Gedanken, dass mein Geschäft auch einmal ein paar Tage ohne mich weiterläuft, ging es mir schon wieder etwas besser. Wieviele Selbständige können dass schon sagen?

Ok, meine Schreibkraft ist Gott sei Dank wirklich fit - und kann schon mal ein paar Tage ohne mich auskommen.

Nun sitze ich heute das erste Mal wieder im Büro. Immer noch nicht ganz fit. Aber mein E-Mail-Fach hat (mit fast 200 Mails) um Hilfe geschrieen. Also, liebe Leute, die euch selbständig machen wollt - betet, dass ihr nicht krank werdet.

Die letzten paar Tage habe ich mich echt wieder mal nach einem Angestelltenverhältnis gesehnt. Allerdings auch nur solange, wies mir richtig mies ging. Denn selbständig zu sein hat einiges mehr an Vorteile … nur eben nicht, wenn einen eine Grippe im Griff hat.

Eine wieder (fast-) gesunde Biggi

5 Kommentare »

  1. Fabian Said,

    29. Dezember, 2008 @ 11:18

    Hier!Leidensgenosse!
    Wenn ich Angestellte hätte würde ich sie von Remote deligieren..Ich will sie doch nicht anstecken!Dann können se nicht arbeiten :-/

  2. E Krause Said,

    3. März, 2009 @ 10:05

    Für mich überwiegen auch eindeutig die Vorteile. Was für Selbstständige ganz wichtig ist, ist eine Krankentagegeldversicherung, die mögliche Einkommensausfälle bei Erkrankungen auffängt. Zudem zeigt es sich auch für sinnvoll, Mitarbeiter mehr in den eigenen Aufgabenbereich miteinzubeziehen, so dass das Tagesgeschäft auch mal ein paar Tage ohne einen geführt werden kann. Ansonsten sollte man, was man an deinem Beispiel ganz gut sieht, sich lieber direkt am Anfang einen Tag komplett ausruhen und sich nicht ins Büro schleppen, da man dadurch meist schlimmeres verhindern kann. Aber ich weiß genauso gut, dass dieser Ratschalg immer besser gesagt als getan ist…;-)

  3. Klaus Said,

    6. Mai, 2009 @ 11:42

    Ich bin froh, nur Angestellter zu sein und neben Arbeit und Schlaf noch eine schöne Portion Freizeit genießen zu dürfen, in der ich auch meinen Hobbies nachgehen kann. Nach einem 8 Stunden-Tag kann ich wenigstens abschalten und mich den richtig schönen Dingen des Lebens widmen, während die Ladenbesitzer noch abends um 9 über irgendwelchem Schreibkram hängen und danach mit quälenden Kopfschmerzen todmüde ins Bett fallen :-) )))))

  4. Klaus Said,

    6. Mai, 2009 @ 16:02

    … obwohl man ja mit ein paar Tagen Grippe noch gut bedient ist …

    Sehr viel schneller kann es sich z.B. nach einem schweren Autounfall mit der Selbstständigkeit erledigt haben. Oder wenn man beispielseise mal auf der Kellertreppe ausrutscht und so unglücklich fällt, daß ein richtig langer Krankenhausaufenthalt droht. Es können so viele schlimme Dinge passieren, die einem ganz schnell nach unten befördern können.

  5. Klaus Said,

    9. Mai, 2009 @ 14:13

    Ich bin lieber einfacher Angestellter. Muß zwar um 5 aufstehen, aber wenn schön Wetter ist und ich um 14 Uhr Feierabend hab, kann ich mich wenigstens schon um 14:30 im heimischen Garten in den Liegestuhl pflanzen und die Seele baumeln lassen. :-) ))

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