Backlinks vermieten?
Immer wieder stellt sich diese Frage (vorallem wenn man gute rankende Projekte hat)Â - da flattern einem die ein oder andee Anfrage ins Haus. Doch sollte man Backlinks vermieten? Zu allererst sollte man zweierlei an Nachfragen erkennen:
- der Anfragende möchte Werbung auf der Seite schalten, um dadurch selbst Besucher auf seine Seite zu bekommen
Solche Links könnte man mit nofollow kennzeichnen - doch um diese Links soll es in diesem Artikel nicht vordergründig gehen - der Anfragende möchte mit dem Link bei Suchmaschinen nach vorne kommen
Hier ist nun die Frage, ob man sowas generell (und im speziellen Fall) machen möchte
Links zu vermieten kann sehr lukrativ sein - dass lässt viele Webseitenbetreiber früher oder später doch dazu übergehen, einige Angebote anzunehmen. Doch schauen wir uns einmal beide Seiten der Medallie an:
Sollte man Backlinks verkaufen?
- der interessanteste Grund, Links zu vermieten, ist natürlich das Geld, dass man (für relativ wenig Arbeit) einnimmt
- ebenfalls kann man (wenn die Links zum Thema passen), seinen Besuchern sogar einen Mehrwert bieten
Was spricht dagegen?
- Google geht seit einiger Zeit gegen solche Links vor
(Seiten die offen Backlinks vermieten, verlieren an PR - ob dies auch zur Folge hat, dass die verlinkten Seiten weniger Power abbekommen, kann man nicht genau nachvollziehen) - durch diese Abwertung geht (soweit bekannt) zwar das Ranking nicht zurück - aber natürlich werden die Kunden nach und nach abspringen.
Wenn man sich jetzt doch dafür entscheidet, Links zu verkaufen - sollte man sich überlegen, wie Google nicht geradezu über diese Links stolpert. Ok - die maschinelle Auswertung solcher Seiten kann man noch recht einfach “austricksen” - doch soll es auch Mitarbeiter geben, die gerade gut gerankte Seiten unter die Lupe nehmen.
Was für Möglichkeiten hat man also?
- Der Werbekunde liefert eventuell ein kleines Tool, für das man auch gerne so werben würde
- Zwischen den freiwilligen Links in der Blogroll kann man auch gut zwei oder drei gekaufte Links verstecken
- Einen vernünftigen Zusammenhang zwischen den Seiten herstellen
Was sollte man bestimmt nicht tun?
- Footer Links sind komplett out
(gerade wenn sie noch mit kommerziellen Linktexten versehen sind, ist jedem klar, dass diese Links gemietet sind) - Links, die man nicht auch freiwillig einbauen würde, sind auffällig
(dabei muss man sich auch überlegen, ob es eventuell jemand anderes gut fände) - Einbinden der vermieteten Links unter der Überschrift “Werbung” oder ähnlichem
- Link zu kommerziellen Seiten
(höchstens es gibt eine logische Erklärung dafür … und zwar nicht die, dass man Geld dafür bekommt) - das Einbinden der Link in den Content
(darüber kann man jetzt streiten - aber ganz ehrlich, welcher “Otto-Normal-User” bindet Links im Text ein? - das Einzige wo ich das einsetzen würde, wäre innerhalb eines Blogs, denn hier sind diese Methoden bei vielen bekannt) - Backlinks bei den bekannten Backlinkanbietern anbieten
(auch hier ist es Ansichtssache - aber man sollte sich im klaren sein, dass diese Liste auch für Google-Mitarbeiter einsehbar ist)
Eine vernünftige Tarnung dieser Backlinks ist wohl nötig - doch sollte man es auch nicht übertreiben. Die “Tarnung” darf natürlich nicht soweit gehen, dass man die Links für den normalen Besucher unsichtbar macht. Auffälliger kann es gar nicht sein, dass dieser Link dann nur für die Sumas gesetzt wurde.
Mein Fazit:
Wer Backlinks vermieten will, sollte genau wissen, was er macht.
Denn hier zählt noch mehr als beim Linktausch: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.
Â
Eure Biggi
PS: Wer einen guten Anbieter sucht: Backlinkseller.de - hier bekommt man auch für jüngere und wenig starke Seiten Mieter.
Fabian Rossbacher Said,
19. Januar, 2009 @ 12:07
Also ich denke Links im Content ist das Beste was man aktuell machen kann. In der Navi geht natürlich auch..
biggi_010 Said,
20. Januar, 2009 @ 11:36
Hallo Fabian,
für mich - als Menschen - sehen Link im Text immer irgendwie komisch aus. Warum setzt jemand im Text Links?
Im Normalfall will man doch, dass der Text zuende gelesen wird - mit einem Link mitten im Text verführe ich aber doch meine Leserschaft, vorzeitig meine Seite zu verlassen.
Was ist daran natürlich oder logisch?
Ab und an setze ich auch Links im Text… wenn ich z.B. einen Text über eine bestimmte Webseite schreibe - verlinke ich logischerweise dort hin. Aber alles andere finde ich unlogisch.
Links in der Navigation - oder unterhalb des Textes … alla: weiterführende Infos erhalten Sie hier….. finde ich da schon menschlich gesehen logischer.
Ob die Sumas Links im Text besser bewerten, kann ich nicht sagen - aber für meine Leser schauen (getauschte oder vermietete) Links im Text doch definitiv nicht “normal” aus. Oder?
Biggi
Björn-Christian Bönkost Said,
22. Januar, 2009 @ 00:45
Nicht jeder Backlink im Footer ist vergebens. Wieviele Webseiten gibt es denn die da ein designt von soundso drinstehen haben. Die werden ja nicht verkauft die hat man sich durch Kundenkontakte erarbeitet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die abgewertet werden.
Nick Said,
7. Februar, 2009 @ 00:35
Also ich finde Links im Text absolut normal, sprich wenn man zu einem Begriff mehr Infos nachsehen kann, ist das doch praktisch. Wenn man dann in dem Text auf Links stößt, die auf irgendeinen Werbeanbieter verweisen, stößt das auch komisch und negativ auf. Insofern sind Werbelinks im Text nur wirklich denkbar, wenn den Begriff sowieso niemand anklicken würde oder den Text schon gar niemand liest …. machen wir uns nix vor, einen wirklich passenden Backlink-Partner findet man nur im Einzelfall, insofern sind solche Backlinks fast immer fraglich….
Paul Said,
22. Mai, 2011 @ 19:09
Generell ist es so das Link vermieten oder verkaufen genau so eine Werbeform ist wie jede andere.
Schon mal darüber nachgedacht was Google macht wenn es mir Adwords Geld verdient, es vermietet Werbeplätze in Auftrag von anderen auf verschiedenen fremden Webseiten, der Grund ist einfach, Geld verdienen.
Und biggi worin besteht dann der Unterschied? Google bietet selber sogar für Key die damit zu tun haben Werbeflächen zu Verfügung, wenn sie es so sehr verbieten würden müssten sie das einstellen weil sonst eine Doppelmoral besteht